Mein Kind „hört“ einfach nicht: Blickkontakt, Augenhöhe und persönliche Ansprache (2)

Beruf und Blog verbinden – das mache ich in meiner neuen Blogreihe zur Kommunikation mit Kleinkindern! Professionelle Unternehmenskommunikation vs. Kommunikation mit Kindern – da liegen Welten zwischen? Ich finde nicht – und nehme mir die gängigen „Lehren“ mal Stück für Stück vor.

Heute geht es einmal ganz generell um das „Drumherum“ – also weniger die Inhalte, die ihr vermitteln möchtet, sondern ganz konkret darum welche Situation/Umgebung ihr schaffen solltet, wenn ihr mir eurem Kind sprecht und wie ihr es ansprecht. Kurz, es geht um: Blickkontakt, Augenhöhe & persönliche Ansprache. „Mein Kind „hört“ einfach nicht: Blickkontakt, Augenhöhe und persönliche Ansprache (2)“ weiterlesen

Wenn das Bastelherz lacht und die Familie die Flucht ergreift.

Der Mini hat es nicht leicht mit mir. Das gebe ich gerne zu. Ich blogge, lese andere Blogs und liebe Pinterest und Instagram. Damit einher geht auch, dass ich auf diesen Portalen und Seiten leider auch STÄNDIG tolle Ideen aufsammele, was man mit einem Kleinkind so basteln kann. Zu Ostern zum Beispiel so süße Blumenbilder aus Handabdrücken. Nette Obstbilder mit Schlössern, Fröschen und anderem Getier auf dem Teller. Selbstgemachten Zaubersand in Regenbogenfarben. Mit Glitzer. Mein Bastelherz lacht, ich pinne fleißig auf meine Ideen-Pinwand, speichere Posts auf meine Inspirationen-Liste und bin glücklich. „Wenn das Bastelherz lacht und die Familie die Flucht ergreift.“ weiterlesen

Ein Hochsommertag – die Mama-Edition

Hier habe ich ja schon einmal berichtet, wie bei uns so ein normaler Morgen im Bad aussieht – und irgendwie hatte ich heute Lust, die „Mama-Edition“ von ganz normalen Alltagssituationen einmal weiterzuführen. Aus gegebenem Anlass daher heute „Ein Hochsommertag“ in der Spezialausgabe für Mütter. Kleinkindmütter, um ganz genau zu sein. Viel Spaß beim Lesen! „Ein Hochsommertag – die Mama-Edition“ weiterlesen

Mein Kind „hört einfach nicht“ – über die Kommunikation mit Kleinkindern (1)

Vor etwa fünf Monaten habe ich einen Blogpost über Kommunikation mit Kleinkindern begonnen. Immer mal wieder ein bißchen daran gebastelt, einen neuen Anfang, einen anderen Schwerpunkt. Der Text wurde nie richtig fertig und immer länger, länger, länger. Ich habe einfach keine Struktur hineinbekommen. Dabei ist das eigentlich mein Steckenpferd, die Kommunikation. Und mein Beruf ist es auch.

Vielleicht fällt es mir deshalb immer so unangenehm auf, wie ungenau, vage und unklar häufig mit Kindern kommuniziert wird – und man sich dann beschwert, dass diese „überhaupt nicht hören“. „Mein Kind „hört einfach nicht“ – über die Kommunikation mit Kleinkindern (1)“ weiterlesen

Mach‘ mal langsam – Entschleunigen mit Kleinkind

Kürzlich war ich mit dem Mini zum einkaufen unterwegs. Bei unserem liebsten Apfelbauern steht direkt neben dem Eingang ein ausrangierter Traktor zum Klettern – ich muss vermutlich nicht sagen, dass der Mini ihn liebt, oder? Ich kann gar nicht genau sagen, wieviel Zeit wir auf dem Traktor verbracht haben. (Ja, richtig gelesen: „wir“ und „auf“. Habt ihr ein Bild vor Augen…? 😉 Der Mini ist noch etwas zu klein, um darauf alleine zu sitzen. Es ist halt ein richtiger Traktor.) Während ich also leicht verrenkt auf dem Traktor abhing und versuchte, mir nicht ständig den Kopf anzustoßen, ging mir ein Lied von den Wise Guys durch den Kopf und ich musste ein bißchen grinsen: „Mach‘ mal langsam – Entschleunigen mit Kleinkind“ weiterlesen

Zwei Jahre

Meine Güte, zwei Jahre! Unfassbar. Das war doch erst gestern, als ich dich morgens um zwei Uhr nach einem ziemlich aufregenden Tag und einer ebensolchen Nacht endlich im Arm halten konnte. Zwar in einem OP statt wie gewünscht in einem Kreisssaal, aber hey: ich hatte dich im Arm und das war alles, was in diesem Moment zählte. „Zwei Jahre“ weiterlesen

Es nervt. Ein Mini-Instagram-Rant

Liebe semiprofessionelle Instagrammer mit Erfolgsambitionen,

ihr geht mir gerade gewaltig auf den Keks, wisst ihr das? Ihr möchtet mit Instagram Geld verdienen und möglichst schnell viele Follower haben? Fein.
Ihr postet fleißig jeden Tag Bilder und dann hat jemand den MEGA-SUPER-Tipp für euch: ihr müsst einfach ganz vielen Leuten völlig wahllos folgen, dann folgen die euch auch zurück. Am allerbesten hinterlasst ihr noch schnell einen Kommentar wie „Tolle Fotos/Cooles Profil/Awesome“. Und damit ihr dann nicht 10.000 Leuten folgt, müsst ihr denen dann ganz schnell wieder entfolgen. Die sind eh alle doof bei Instagram, das fällt gar nicht auf.

Und so followed ihr euch dann fleissig, fleissig durch die Insta-Welt oder beauftragt gleich einen Bot damit. Und schon ganz bald seid ihr super berühmt und die Kooperationsanfragen sprengen euer Postfach. Ganz bestimmt. Nicht.

Versteht mich bitte nicht falsch: bewerbt euer Profil soviel ihr wollt, tretet Like4like-Gruppen bei, vernetzt euch, von mir aus kauft euch Follower – tut, was ihr für nötig haltet um erfolgreich zu sein, es ist mir wurscht. Aber bitte hört auf, mich zu nerven. Denn das bin ich: völlig genervt von dieser aktuell offenbar sehr angesagten Folgen-Entfolgen-Folgen-Entfolgen-Strategie. Ihr wollt Aufmerksamkeit? Das habt ihr geschafft. Ihr wollt, dass ich reagiere? Aber gerne. Mit blockieren.

Und ich habe ansonsten auch noch einen super-duper-Geheimtipp für euch: vielleicht versucht ihr es ja auch mal mit relevanten Inhalten oder schönen Fotos? Oder mit etwas zu sagen und der Suche nach Gleichgesinnten, die zu ähnlichen Themen posten? Qualität statt Quantität, schon mal gehört? Jaja, ich weiß, der neue Instagram-Algorithmus, da hilft das nicht, wenn man in vier Wochen ein Insta-Promi werden möchte. Voll gemein. Aber deswegen muss man ja noch lange nicht anderen Menschen tierisch auf die Nerven gehen.

Ich bin ja wirklich ein großer Instagram-Fan. Mir macht die App viel Spaß und ich habe darüber schon viele nette Leute kennengelernt. Und deren Likes und Kommentare möchte ich gerne in meinem Nachrichten-Feed auch noch sehen können. Aber in letzter Zeit habe ich das Gefühl, dass ich bei Instagram nur noch damit beschäftigt bin, euch rauszuschmeissen und eure Kommentare zu löschen. Und das nervt. Ich mag nämlich lieber Fotos liken und kommentieren und posten und Spaß haben.

Ich zeige auf Instagram meinen Mama-Alltag, leckeres Essen und andere schöne Dinge des Lebens. Wenn mir jemand folgen mag, freue ich mich. Wenn derjenige über Themen postet, die mich interessieren und mir die Fotos gefallen, folge ich zurück und like und kommentiere sehr gerne. Aber eben nur dann.

Eure
img_4183

 

Warum viel Spielzeug nicht viel Spaß bedeutet – und was das mit meiner Ordnungsliebe und Montessori zu tun hat

Ich bin ja generell ein großer Ordnungs-Fan. Das geht so weit, dass ich wirklich sehr platt sein muss, um abends nicht noch eine schnelle Aufräumen-Runde durch Wohnzimmer und Küche zu drehen, bevor ich mich auf die Couch fallen lasse. Ich kann einfach nicht entspannen, wenn um mich herum noch das Chaos herrscht. Ein bißchen monkig? Ja, vermutlich.

Seit der Mini so richtig mobil ist, wird meine Ordnungsliebe auf eine harte Probe gestellt, denn er stürzt sich natürlich mit Begeisterung auf alles, was er findet, macht Schubladen und Schränke auf und spielt mit allem, was er in die Finger bekommt. Gut so! Während das Ausräumen schon ganz prima klappt, fangen wir mit dem Wieder-Einräumen allerdings gerade erst an…

Was fange ich nun also an – mit meiner Ordnungsliebe auf der einen Seite und dem Spielzeug-Chaos auf der anderen? Die Antwort ist: ich begrenze das Angebot. Das klingt jetzt erstmal ein bißchen Rabenmutter-mäßig, das gebe ich zu. Mama mag es ordentlich, deshalb gibt es weniger Spielzeug fürs Kind?

Warum ein begrenztes Angebot auch den Mini zufriedener macht und meiner Ordnungsliebe Rechnung trägt, erzähle ich in diesem Post. Mir ist gerade im Urlaub wieder aufgefallen, mit wie wenig herkömmlichen Spielzeug unser Sohn eigentlich auskommt und sich wunderbar beschäftigen kann.

Auswählen, Aussortieren, Austauschen – das sind meine drei wichtigsten Schlagwörter, wenn es um Minis Spielzeug-Sortiment geht.

Auswählen – das richtige Angebot finden

Die Auswahl von Spielzeug für das eigene Kind: man wird wirklich erschlagen von allen Angeboten. Ich bin selbst als Erwachsener in einem großen Spielwarenladen überfordert von den unzähligen Möglichkeiten. Was ist das Richtige? Womit wird er sich gerne beschäftigen?

Es hat eine Weile gedauert, bis ich mich von den Altersangaben frei machen konnte, die auf vielen Spielzeugen angebracht sind. Was für ein Quatsch eigentlich! Richtig gutes Spielzeug „wächst mit“ – finde ich. Mit wachsendem Alter kann er Mini es dann einfach anders einsetzen und für andere Dinge nutzen. Diese Spielzeuge begleiten einen dann viele Jahre und es lohnt sich dabei in eine gute Qualität und hervorragende Materialien zu investieren. Weniger ist mehr – wir kaufen lieber ein wirklich schönes Teil, an dem man dann lange Freude hat.

Spielzeuge, die nur eine einzige Möglichkeit lassen, sich mit ihnen zu beschäftigen, werden dem Mini schnell langweilig. Das habe ich nun schon bei so vielen Stücken beobachtet und daraus für mich gelernt, dass es sich einfach nicht lohnt dafür viel Geld auszugeben.

Kurz zusammengefasst: Ich wähle bevorzugt Spielzeug aus, das vielseitig und kreativ einsetzbar ist, eine gute Qualität hat und entsprechend lange hält. 

Aussortieren – Übersicht ist Trumpf

Ich habe ja schon an einigen Stellen erzählt, dass ich mich mit Montessori-Pädagogik beschäftige und unseren Familienalltag zunehmen daran orientiere. Deshalb beobachte ich den Mini nun noch genauer beim Spielen. Nicht nur, weil er einfach unfassbar süß ist, sondern auch um zu sehen, womit er sich gerade beschäftigt und was ihn interessiert. In der Montessori-Pädagogik spricht man davon, dass das Kind „sensible Phasen“ für die Entwicklung von bestimmten Fähigkeiten hat. Durch genaue Beobachtung kann man dem Kind seiner Entwicklung entsprechendes Material anbieten. Das ganze fasst Maria Montessori unter dem Leitsatz „Follow the Child – folge dem Kind“ zusammen.

Entsprechend räume ich dann Spielzeug weg und sortiere aus, wenn es seinen Interessen im Moment nicht entspricht. So ging es lange mit Puzzeln: wir haben schon vor einer Weile einige geschenkt bekommen oder von Freunden mit älteren Kindern geerbt. Das Ergebnis war ziemliches Chaos – der Mini hat sich überhaupt nicht für das Puzzeln interessiert und einfach nur wild alle Teile auf den Boden geworfen.

Ich habe also alle Puzzle erst einmal weggeräumt, denn meine Lust jeden Abend beim Aufräumen gefühlte 50 Puzzle wieder zusammenzusetzen, hielt sich doch in engen Grenzen. Es war noch nicht der richtige Zeitpunkt dafür, sie entsprachen einfach noch nicht Minis Interessen.

Und in dem ganzen Puzzle-Chaos gingen dann andere Spielzeuge vollkommen unter. Ich habe generell beobachtet, dass der Mini ab einem bestimmten Überangebot gar nicht mehr zum Spielen kommt. Er ist dann so damit beschäftigt, seine Kisten, Körbe und Schubladen auszuräumen, dass er sich mit den einzelnen Spielsachen überhaupt nicht beschäftigt.

Weniger Spielzeug bedeutet auch: mehr Platz im Kinderzimmer zum Toben, verstecken und kuscheln. In Minis Kinderzimmer gibt es statt vielen Regalen lieber einen Sitzsack, ein Spielzelt und einen Rutschhund und möglichst viel freie Fläche. Dass ich am liebsten den Sitzsack mag, muss ich nicht erwähnen, oder…? 😉

Kurz zusammengefasst: Der Mini hat eine begrenzte Auswahl an Spielmaterial zur Verfügung. Sobald es anfängt chaotisch zu werden, sortiere ich die Teile aus, die zur diesem Zeitpunkt nicht seinen Interessen entsprechen.

Austauschen – das richtige Angebot zum richtigen Zeitpunkt

Und was mache ich dann mit den aussortierten Spielsachen? Alle Puzzle sind zunächst in einer Kiste in den Keller gewandert und haben dort auf ihren Einsatz gewartet. Ansonsten haben wir außerhalb von Minis Spielbereich eine Kommode mit „inaktiven“ Spielsachen, die ich vorübergehend aus dem Verkehr gezogen habe. Auf diese Art und Weise können wir  – etwa einmal pro Woche – das Spielzeug- und Materialangebot leicht verändern.

In diese Kommode wanderte dann ein leichtes Anfänger-Puzzle, dass ich dem Mini immer mal wieder angeboten habe. Bis er es mir eines Tages aus der Hand riss und alle Puzzleteile an die richtige Stelle einsetzte. Hallo Puzzle-Phase! 😉

Daraufhin haben wir dann auch die Kellerkiste wieder ans Tageslicht befördert und haben jetzt eine große Puzzlevielfalt, die wir immer mal wieder verändern. Einige Sachen wandern dann in die Kommode, andere hole ich wieder hervor. Alles ist im Fluss, könnte man sagen. So wird es nicht langweilig und wir können eine Vielfalt anbieten – nur eben nicht alles auf einmal.

(Ja, ich habe den Tisch nicht fürs Foto abgewischt – hey, das ist schließlich Kunst!)

Mengenmäßig orientiere ich mich ehrlich gesagt einfach an den vorhandenen Expedit-Regalfächern im Kinderzimmer. Pro Fach biete ich eine Spielzeugart bzw. ein Tablett mit Arbeitsmaterial an. Alles andere macht Pause in der Kommode im Flur. 😉 So ist das Zimmer abends auch schnell wieder aufgeräumt. Gleiches gilt für das Wohnzimmer, nur dass das Regal dort etwas kleiner ist. Dafür steht dort noch die Spielküche mit dem dazugehörigen Material. Über die Regal-Ordnung im Kinderzimmer, die wir auch aus dem Montessori-Prinzipien abgeleitet haben, werde ich in den nächsten Wochen nochmal einen separaten Post schreiben.

Kurz zusammengefasst: Große Vielfalt und begrenztes Angebot schließen sich nicht aus – es ist nicht notwendig, alles gleichzeitig anzubieten, regelmäßiger Austausch belebt die Spielfreude!

Wie handhabt ihr das Spielzeugangebot? Wie sorgt ihr für Ordnung in den Spielsachen? Ich bin gespannt, schreibt doch mal in die Kommentare, was da für euch wichtig ist!

Liebe Grüße,
img_4183

 

 

Ein ganz normaler Morgen im Bad: die Mama-Edition

Im Bad mit einem Kleinkind – dieser Zusatz ist wichtig! Und das normal kann man eigentlich auch streichen…

Ich habe schon viele Jahre eine große Leidenschaft für MakeUp und sammle es nicht nur, sondern benutze es tatsächlich auch sehr gerne. Mich hat kürzlich eine Freundin gefragt, wie ich es mit dem Mini eigentlich schaffe, (fast) jeden Morgen geschminkt das Haus zu verlassen. „Ein ganz normaler Morgen im Bad: die Mama-Edition“ weiterlesen

Porzellangeschirr fürs Kleinkind – sind wir ein bißchen irre?

Als der Brei so langsam dem normalen Familienessen weichen musste, haben wir natürlich hübsches Kindergeschirr für den Mini angeschafft. Wirklich niedlich, bunt, mit hübschen Motiven. Und natürlich aus Plastik. Natürlich? „Porzellangeschirr fürs Kleinkind – sind wir ein bißchen irre?“ weiterlesen