Schlaf, Kindchen schlaf…

Worüber man sich vor dem Elterndasein wohl noch nie große Gedanken gemacht hat, ist das Schlafen. Man ist müde, also schläft man. Und zwar sowohl ein als auch durch. Easy.

Bei Babys und Kleinkindern funktioniert diese Gleichung leider anders. Wie? Ja, das ist die Millionenfrage. Bei uns ist es tatsächlich so, dass mein Mann und ich inzwischen wieder einmal so müde sind, dass wir wirklich alles probiert haben – außer Schafe hüten und Bäumelein schütteln vielleicht. Würden wir aber auch machen, wenn die Chance bestünde, dass es zu einer ruhigen Nacht führt.

Der Mini ist ein rundum wundervolles Kind – aber leider ein wirklich schlechter Schläfer. Also nicht immer. Aber immer wieder. Und meistens gerade dann, wenn man sich nach mehreren Wochen des erfolgreichen Durchschlafens als Eltern auf die Schulter klopft und sich sagt: „Siehst du, Schatz – seit wir abends im Uhrzeigersinn zweimal auf dem linken Bein ums Bett hüpfen und ihm nur noch blaue Schlafanzüge anziehen, schläft er durch. Ich wusste, dass es daran liegt.“ Und zack: sind wir wieder im „alles schläft, einsam wacht…“-Modus. Seufz.

Wartet, ich mache mir kurz einen Kaffee…

img_5228

Wo war ich? Ach ja. Das Schlimme am schlecht schlafenden Kind ist eigentlich nicht der Schlafmangel. Ja, ok, der ist auch echt ätzend. Vor allem, wenn man irgendwann so müde ist, dass man nicht mehr gut einschlafen kann. (Wirklich, das gibt es!)

Nein, was wirklich nervt ist, dass es ja eigentlich SO einfach ist, dass Kinder durchschlafen. Das hängt nämlich wirklich ausschließlich vom Verhalten der Eltern ab! Man muss durch nur konsequent sein und das Kind eigenen Kinderzimmer/nachts immer im Elternbett schlafen lassen. Und wenn das Kind nachts wach wird, nimmt man es immer/nie auf den Arm zum trösten. Ganz wichtig/gar nicht hilfreich ist, wenn das Kind nachts einen Schnuller nimmt. Das fördert/verhindert effektiv einen ruhigen Schlaf. Einschlafen tut das Kind am besten auf dem Arm/alleine, nur so lernt es dass die Eltern immer da sind/es sich auch selbst beruhigen kann. Ganz wichtig ist auch, dass es im Zimmer ganz dunkel/nicht ganz dunkel ist, damit dass Kind nicht abgelenkt/nicht orientierungslos ist, wenn es nachts aufwacht. Ist ja eigentlich selbstverständlich, aber ich erwähne es trotzdem nochmal: vor dem Ins-Bett-Gehen sollte man mit dem Kind ruhigen Aktivitäten nachgehen/nochmal wild toben, damit das Kind nach dem Tag runterkommen/sich noch einmal richtig auspowern kann.

So, alles verstanden? Prima. Ach ja, unzutreffendes bitte streichen.

Individuelle Veranlagung, Entwicklungssprünge, Tageserlebnisse verarbeiten? Das sind doch alles unsinnige Erklärungen für unruhigen Nachtschlaf. Jedes Kind kann…, ihr wisst schon. Als Eltern hat man es also durch das eigene Verhalten komplett selbst in der Hand, wie das Kind schläft. Und eigentlich WOLLEN wir doch alle gar nicht durchschlafen. Worüber sollten wir denn sonst so bloggen, ne?

Wir brauchen dringend neuen Kaffee.

Müde Grüße, Eure
img_4183

4 Kommentare zu „Schlaf, Kindchen schlaf…

  1. O je, ich hab auch so einen dauerhaften Schlecht-Schläfer zu Hause. Der nächtliche Terrorkrümel ist mittlerweile 16 Monate alt und seit der Knirps laufen kann, schläft er sehr, sehr bescheiden. Wir haben auch alle Tipps durch und haben uns mittlerweile (leider) in unser Schicksal ergeben. Heute ist wieder so ein Montag, wo ich im Büro sitze und ohne literweise Kaffee nicht über den Tag kommen werde. Solltest du also eine Lösung für das Schlafproblem finden (egal was, ich mache im Zweifel auch mit Kind auf dem Arm Salto im Bett und singe dabei rückwärts Lalelu), bitte, bitte, bitte teile mit uns anderen schlaflosen Mamis.
    LG,
    Christina

    P.S.: Bin erst letzte Woche auf deinen Blog gestoßen und hab direkt am WE zwei Rezepte von dir ausprobiert. Mein Krümel liebte die Spinattarte 🙂

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s