Minis Bücher-Favoriten mit 20 Monaten

Bücher, Bücher, Bücher – wenn schon die eigenen Eltern einen ausgewachsenen Spleen für bedruckte Seiten haben, hat das arme Kind ja eigentlich gar keine Chance, oder? Was auch immer der Grund sein mag, unser Sohn liebt Bücher aller Art: Bücher zum ansehen, vorlesen, mit Klappen, Bücher mit Geräuschen. Unsere Sammlung wächst und wächst, aber es kristallisieren sich schon klare Lieblinge heraus.

Bei der Suche nach neuen Büchern finde ich es schwer, mich an den manchmal vorhandenen Altersangaben zu orientieren, die mir häufig irgendwie willkürlich erscheinen. Deshalb werde ich hier in unregelmäßigen Abständen über seine Lieblingsbücher berichten, vielleicht findet ihr ja eine Anregung für ein Kind im ähnlichen Alter?

Das absolute Lieblingsbuch – ohne einen einzigen Buchstaben!

Die Jahreszeiten- Wimmelbücher von Rotraut Susanne Berner sind hier nicht mehr wegzudenken. Wir besitzen inzwischen Herbst, Winter und das Nacht-Wimmelbuch und alle drei werden mir mehrmals täglich zum „vorlesen“ gebracht.

Wie liest man ein Buch ohne Text vor? Die Bücher sind so wunderbar vielfältig, dass es hier mehrere Möglichkeiten, je nach Alter und Sprachfertigkeit des Kindes gibt. Mit dem Mini suchen und benennen wir auf den Wimmelbildern im Moment gerne bekannte Gegenstände/Menschen/Tiere. Das tolle an diesen Wimmelbüchern ist zum einen, dass die gleichen Figuren auf jeder Seite in einer anderen Situation wieder auftauchen und damit wunderbar gesucht und gefunden werden können. Zum anderen sind die Bilder zwar Wimmelbilder, auf denen viele verschiedene Situationen dargestellt werden, aber sie sind nicht überladen. An „volleren“ Wimmelbüchern hat der Mini mit 20 Monaten noch kein Interesse, weil es einfach zu viel Geschehen pro Bild ist. Die Jahreszeiten-Wimmelbücher sind für sein Alter goldrichtig.

Für ältere Kinder eignen sie sich auch prima, um die verschiedenen Geschichten der abgebildeten Personen zu verfolgen, die sich durch alle Jahreszeiten hindurchziehen. So kann man die Figuren durch ein ganzes Jahr begleiten und ihre Geschichte erzählen.

Die Wimmelbücher gibt es auch im praktischen Taschenformat – für kleinere Kinder sind die Details der Bilder dann aber nicht mehr so gut zu erkennen.

Früh übt sich – ein Duden für Kleinkinder?

Ehrlich gesagt war ich schon ein wenig skeptisch, was Duden-Bücher für Kleinkinder angeht. Das hat ein bisschen was von einer Soccer-Mom, die möglichst früh den Wortschatz ihres Sprösslings ausbauen möchte. Tja, aber der Mini hat sich bei einem Freund Hals über Kopf in dieses Buch verliebt und damit meine Vorurteile beiseite geschoben.

Das Buch hat ein riesiges Format und ist noch größer als die Wimmelbücher. Jede Doppelseite widmet sich einem bestimmten Thema: Kleidung, Nahrungsmittel oder Gartendinge beispielsweise. Die Gegenstände werden mit hübschen Fotos bebildert, der Begriff steht darunter. Die ausgewählten Gegenstände machen Sinn und passen ganz gut in die Erlebniswelt eines Kleinkindes – ich habe auch schon solche Wörterbücher mit völlig verrückten Begriffen gesehen, Strechlimousine oder Ballenzange beispielsweise…

Unser Sohn „liest“ das Buch gerne in zwei Varianten – entweder ich frage ihn, wo denn XY sei und er sucht das Bild zum Wort, oder er zeigt auf Gegenstände, die ich dann benenne. Das wird im Moment auch in der hunderten Wiederholung einfach nie langweilig.

Sieben süsse Hasen in Reimform

Christiane Hansen und Sabine Prahl haben ein ganz wundervolles Buch in Reimen geschrieben und mit sehr schönen Bildern illustriert. Sieben Hasenkinder verstecken sich und müssen vom Hasenpapa gesucht werden, auf jeder Seite werden weitere Hasenkinder gefunden. Der Mini liebt die Reime und erkennt die Hasenkinder inzwischen an ihren Namen – wir haben davon nämlich auch die Gute-Nacht-Variante „Wenn sieben müde kleine Hasen abends in ihr Kettchen rasen“. Das Buch werde ich noch in einem separaten Post zu unseren „Abend“-Büchern vorstellen.

Viele Tränen, ratlose Waldtiere und eine kleine Eule

Die Heule Eule von Paul Priester und Philippe Goossens ist trotz des irgendwie merkwürdigen Titels ein Buch mit einer sehr niedlichen Geschichte: eine kleine Eule weint ganz laut und die Tiere im Wald versuchen alles, um ihr zu helfen. Die Geschichte endet sogar mit einer Pointe und lässt sich sehr einfach vorlesen. Ein paar verschiedene Tierstimmen, wildes Eulengeheul und die Sache ist geritzt – eines meiner Lieblingsvorlesebücher mit wunderschönen Bildern.

Bunt, bunt, bunt sind alle meine Farben

Wer kennt ihn nicht, den bunten Elefanten Elmar? Ich glaube, den habe ich als Kind schon vorgelesen bekommen, wenn ich mich richtig erinnere. Die Geschichte von David McKee ist für den Mini im Moment noch zu lang und zu komplex, aber die Bilder begeistern ihn so sehr, dass er das Buch immer wieder aus dem Regal zieht. Damit er sich nicht langweilt, erzähle ich deshalb eine Kurzfassung vom bunten Elefanten, der so gerne unauffällig grau sein möchte – und dann feststellt, dass das furchtbar langweilig ist…

Eine ganze Bücherwelt – Wieso, weshalb, warum?

Die Wieso, Weshalb, Warum-Reihe von Ravensburger umfasst inzwischen mehr als 60 Bände zu den verschiedensten Themen. Unser Sohn mag die Bücher, weil sie wegen ihrer Ringbindung und der integrierten Klappen für ihn sehr interessant durchzublättern sind. Wir haben inzwischen neben „Meine Welt“ noch „Der Wald“, „Die Baustelle“, „Zähne putzen, Pipi machen“ und „Der Flughafen“ – und diese Bücher sind die einzigen, mit denen er sich auch einmal alleine beschäftigt. Die Texte sind schön kurz, nur teilweise noch etwas zu detailliert. Da lassen wir dann auch schon einmal ein paar Absätze aus. Ich bin sicher, dass wir hiervon noch weitere Bände bei uns einziehen dürfen, wenn unsere kleine Leseratte etwas größer ist.

Wauwauwauwau – natürlich darf ein Buch über das Lieblingstier nicht fehlen

Last, but not least: „Ich bin der kleine Hund“ von Ana Weller. Ich habe das Buch eigentlich nur mitgenommen, weil der Mini Hunde so sehr liebt. Die Geschichte ist nicht wirklich außergewöhnlich – ein Mädchen geht mit einem Hund spazieren -, aber das Verhältnis Text/Bild passt wirklich sehr gut zur Aufmerksamkeit meines kleinen Zuhörers. Der mich übrigens während des Lesens immer wieder mit begeisterten „Wawawawawa“-Zwischenrufen anfeuert. 😉

Das waren unseren aktuellen Bücher-Top 7 – welche Bücher könnt ihr noch für ein 20 Monate altes Kind empfehlen? Wühlt doch einmal durch euren Bücherschrank und gebt mir ein paar Tipps!

Viele Grüße und einen guten Start in die Vorweihnachtswoche,
Eure Tina

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