Bye, bye Brei – oder: Wie ich anfing viermal am Tag den Boden zu wischen

54983.png„Das ist ein Esser“ stellte die Kinderärztin letzten Sommer bei der U4 fest und schlug vor, doch bald mal einen ersten Test mit etwas Beikost zu starten. Wie Recht sie hatte, konnte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnen. Pünktlich mit vier Monaten legten wir los – ganz klassisch mit Möhrchen. Der Mini hat es vom ersten Löffel an geliebt und im Nu waren wir bei ganzen Gläschen, mit Kartoffeln und Fleisch angekommen. Besonders beliebt war Pastinake – das Gemüse, dass es ohne Babybrei wahrscheinlich gar nicht geben würde und bei uns – nach einem Test mit gebackener Ofenpastinake – auch nie wieder geben wird.

54983.png

Auch bei den anderen Mahlzeiten zeigte der Sohnemann schnell einen guten Appetit – kein Wunder, wenn man zwei Foodie-Eltern hat, die man mit gutem Essen und leckeren Rezepten ja auch sofort überzeugen kann. Der Apfel fällt nicht weit vom Birnbaum, ihr wisst schon… Es gab also ab dem 5. Monat Beikost, mal Gläschen, mal selbstgekocht.

Von der Breikost zur Familienkost – klingt erstmal harmlos

Pünktlich mit elf Monaten hat der Mini die Breiphase dann beendet und verweigert seit kurzem das Gefüttert werden mit dem Löffel. Jetzt gibt es stattdessen Fingerfood – zum Beispiel Kartoffeln, Süsskartoffeln, Zucchini, Blumenkohl, Bananen und… Frikadellen! Ein Vegetarier wird der Mini wohl eher nicht. Das ganze ist natürlich eine schlimme Sauerei, im Umkreis von etwa einem Meter um den Hochstuhl finden sich zerstörte Reste, die genervt auf den Boden gepfeffert werden, wenn die nicht spätestens beim zweiten Versuch in den Mund wollen. Nun ja. Tischmanieren machen wir dann etwas später. Glücklicherweise gilt auch hier das vielseitige Elternmantra „Es ist nur eine Phase“, die irgendwann vorbei geht. Wahrscheinlich sehnen wir uns in der unvermeidlichen „Ich mag nur Nudeln mit Tomatensoße-Phase“ noch das Gemüsemassaker zurück!

37590.png

Uns Eltern plagt natürlich die ständige Angst, dass er sich verschlucken könnte. Was der Mini natürlich auch tut – das gehört zum Essen lernen leider mit dazu, genauso wie das großzügig verteilte Essen. Bisher hat er sich noch nie wirklich schlimm verschluckt, toi toi toi. Natürlich gibt es keine Nüsse oder ganze Erbsen oder Trauben, die zu Atemnot führen könnten.

Was gibt es nun für den Mini zu essen?

Zum Frühstück lässt sich der kleine Mann noch füttern, deshalb gibt es hier fein gemahlenes Kindermüsli (zum Beispiel von Alnatura) mit Milch und Obst. Am Wochenende darf es auch etwas wenig gewürztes Rührei und ein Stück Brötchen sein. Vormittags isst der Mini eigentlich nichts mehr, außer vielleicht einem Hirsekringel oder einer Reiswaffel.

Zum Mittagessen gibt es jetzt alles, was man gut in die Hand nehmen kann: Kartoffeln, große Nudeln (Penne oder Fussili), Möhren, Kürbis, Blumenkohl, Brokkoli, Süsskartoffeln, Kohlrabi und und und… Mal sehen, was mir noch so einfällt! Da der Mini so sehr auf Frikadellen steht, werde ich demnächst einmal ein vegetarisches Pendant mit Linsen oder Kichererbsen machen – ich bin gespannt wie er das findet.

Nachmittags gibt es als Snack etwas Joghurt mit Obst. Zum Abendessen gibt es schliesslich Brot mit Frischkäse, Butter, Gemüseaufstrich, Avocado, dazu etwas Gemüse und Obst (kleine Tomaten, Banane, Himbeeren).

Obwohl es eigentlich so viele Möglichkeiten gibt, stehe ich dennoch immer wieder im Supermarkt und überlege, was ich für unseren fast Einjährigen kochen kann. Für etwas Inspiration habe ich lange bei Amazon nach schönen Kochbüchern für Kinder gestöbert und fand die Suche nicht so leicht – die Auswahl ist immens und oft schwanken die Gerichte zwischen zwei Extremen: ich brauche weder ein Rezept für Käsebrot noch für Nudeln mit Tomatensoße – andererseits soll es aber auch nicht zu fancy sein, damit ich mittags nicht eine Stunde in der Küche stehe. Und er es dann hinterher möglicherweise nicht mal mag. Also, rein hypothetisch. 😉

Was ich gefunden habe und empfehlen kann, ist das tolle Kochbuch „Lottas Lieblingsrezepte“ von Edith Gätjen. Hier habe ich genau das gewünschte „Mittelding“ gefunden – einfach, praktikable und trotzdem kreative Rezepte. Natürlich sind noch nicht alle jetzt schon für unseren Mini geeignet, aber mit der Zeit werden wir uns einmal durcharbeiten.

22224.png

Ich finde das Buch außerdem sehr süß gestaltet! Es hat einen ausführlichen allgemeinen Teil zu Beginn, in dem die Ernährungspyramide und das Essen von Kleinkindern erläutert werden. Einziges Manko: mir fehlen schöne Essensbilder von den einzelnen Gerichten! Fotos wären als Inspiration noch schön gewesen, aber die Rezepte machen auch so Lust aufs Ausprobieren.

40124.png

Was essen eure Kinder besonders gerne? Habt ihr vielleicht noch eine Kochbuchempfehlung?

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s